GESCHICHTE – Racławice 1794 – Kosciuszko leitet polnische Truppen in den Kampf

Polski

Panorama Racławicka

Ein Fragment von Panorama Racławicka – Kosciuszko leitet polnische Truppen in den Kampf

Urlaub ist gekommen :) Wir reisen durch das Land … Wenn wir in Breslau sind, ist es sehenswert

Das Panorama von Racławice

DAS PANORAMA VON RACŁAWICE in Breslau (ul. Purkyniego 11) ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem man ein Relikt der Massenkultur des 19.Jahrhunderts bewundern kann. Das riesige Gemälde (15 × 114 m) entführt den Betrachter dank besonderer malerischer Mittel (eine spezielle Perspektive Berücksichtigung des Blickwinkels des Betrachters auf der Aussichtsplattform innerhalb des Panoramagebäudes, Beschlagen von entfernten Objekten) und technischer Vorkehrungen (Boden und Decke des Panoramabaus bilden einen zweischaligen Hyperbolide, Beleuchtung, künstliches angelegtes Terrain, ein verdunkelter, verwinkelter Zugang zur Aussichtsplattform, die den Betrachter in die Mitte des Panoramas stellt) in eine andere Zeit und Realität. Das Panorama von Racławice ist das erste und das einzige bis heute erhaltene Werk dieser Art in Polen.

Die Idee zu diesem Panorama stammte von dem bekannten Lemberger Maler Jan Styka (1858–1925), der den herausragenden Schlachtenmaler Wojciech Kossak (1857–1942) zur Mitarbeit gewann. Sie wurden unterstützt von Ludwik Boller, Tadeusz Popiel, Zugmunt Rozwadowski, Teodor Axentowicz, Włodzimierz Tetmajer, Wincenty Wodzinowski und Michał Sozański.

• Jan Styka – er malte eine Gruppe von Bauern, die russische Kanonen gewannen, die Figur des Kopfes von Kosciuszko auf einem Pferd, eine Figur von Wojciech Bartos Głowacki;
• Wojciech Kossak – er malte ein Pferd in der Nähe von Kosciuszko, einen Stab, der auf den Kommandanten zusteuerte, eine Gruppe russischer Soldaten, die Kanonen verteidigten, eine nationale Kavallerie;
• Ludwig Boller – er malte die Landschaft und den ganzen Himmel des Gemäldes;
• Tadeusz Popiel – er malte die Landschaft, alle Bäume und Bauernhäuser;
• Zygmunt Rozwadowski – Kampfszenen unter der Leitung von Kossak;
• Teodor Axentowicz – Kampfszenen unter der Leitung von Kossak, Infanterie-Linie 2 des Kronegeschützer Regiments Gen. Józef Wodzicki;
• Włodzimierz Tetmajer – er war ein Experte für Folklore, er malte Volkstrachten unter der Leitung von Styka;
• Wincenty Wodzinowski (ein Schüler von Jan Matejko) – er malte die Figur von Kosciuszko und, unter der Leitung von Styka, Volkstrachten der Figur.

Die Künstler wollten in erster Linie an die nationalen Traditionen erinnern. Anlaß dazu gab der hundertste Jahrestag der Erhebung Kościuszkos und der siegreichen Schlacht vom 4. April 1794 bei Racławice, wo die aufständischen Truppen – mit Beteiligung der berühmten “Kosynierzy”, der mit Sensen bewaffneten Bauern – unter der Führung des Generals Tadeusz Kościuszko (1746–1817) gegen das russische Heer unter General Tormasow kämpften. Die “herzerfrischende” Schlacht von Racławice hatte für die damals geteilte und unfreie Nation eine immense Bedeutung. Die im Jahr 1894 in Lemberg organisierte “Allgemeine Landesausstellung” (Powszechna Wystawa Krajowa) bot daher eine gute Gelegenheit, Stykas Projekt zu realisieren. Die speziell angefertigte Leinwand kaufte man in Brüssel, die Eisenkonstruktion der Rotunde nach dem Entwurf Ludwik Ramułts in Wien. Der Bau der Rotunde, der im Stryjski-Park in Lemberg errichtet wurde, war im Juli 1893 abgeschlossen. Das gewaltige Gemälde entstand in nur neun Monaten, zwischen August 1893 und Mai 1894. Die feierliche Eröffnung des Panoramas von Racławice fand am 5. Juni 1894 statt. Von Anfang an erfreute es sich eines nicht nachlassenden Interesses und wurde sofort zur touristischen Hauptattraktion Lembergs.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte das Gemälde 1946 zusammen mit einem Teil der Sammlung des Ossolineums nach Breslau. Hier bemühten sich mehrere Bürgerinitiativen um die Restaurierung und Ausstellung der Leinwand. Diese Hoffnung vieler Polen ging erst nach den Ereignissen des Augusts 1980 in Erfüllung (SOLIDARNOŚĆ). Die erneute Eröffnung des Panoramas erfolgte am 14. Juni 1985. Die Attraktion des alten Lemberg wurde sofort zur Hauptattraktion Breslaus.

Die heutigen Betrachter können an einem nicht alltäglichen Spektakel der optischen Täuschungen teilhaben. Zu den zahlreichen Gästen, die das Panorama von Racławice besuchten, zählen Karl Stephan Eugen Viktor Felix Maria von Habsburg-Lothringen – Österreichischer Erzherzog (1894), Franz Joseph I – Kaiser von Österreich (auch 1894), Papst Johannes Paul II., Königin Beatrix von Holand, des belgischen Königs Albert II.

.

JT basierend auf unter anderem -> https://panoramaraclawicka.pl/?lang=de [Zugang 2018-06-28]